FAQ - V

 

Vidierungen

Manche Planer und Bauherren verlangen die Vidierung von Teilprojekten und Gewerkeplanungen durch die Feuerwehr, und auch in anderen Bereichen des Bauwesens werden diverse Vidierungen von uns eingefordert.

Dazu dürfen wir klarstellen:
Für die Planung und Ausführung der meisten brandschutztechnisch relevanten Anlagen und Gewerke gibt es Konstruktionsrichtlinien. Die Einhaltung dieser Richtlinien obliegt in ihrem Wirkungsbereich dem/der PlanerIn und dem/der Ausführenden. 
In vielen Richtlinienwerkensind auch Abnahmen und Revisionen durch eine (akkreditierte) Inspektionsstelle vorgesehen. Mit dieser sind dann auch Abklärungen über Interpretation und Abweichungen von solchen Richtlinienwerken zu treffen.

Die Feuerwehr kann solchen universellen Vidierungswünschen schon aus rechtlichen Gründen nicht nachkommen, da eine Vidende ohne Einschränkung des Sachverhalts, auf den sie sich bezieht, quasi als Qualifizierung des Gesamtprojekts missverstanden werden könnte. 
Wir haben auch tatsächlich schon mehrfach erlebt, dass ein mit der Ausführung brandschutztechnischer Gebäudeeinrichtungen beauftragtes Unternehmen einen Zivilrechtsstreit wegen "falscher" Bauleistung für sich zu beeinflussen ersuchte, indem es uns das "falsche" Projekt, dessen Mängel für die Feuerwehr anhand der Plandarstellung gar nicht feststellbar waren, zur Vidierung vorlegte.

Wir dürfen in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass diese scheinbar in Frage stehenden Sachverhalte meist schon im Zug der Gesamtprojektierung angesprochen worden sind, und dass es günstig wäre, in den dazumals getroffenen Festlegungen nachzusehen, bevor Anfragen an unsere Abteilung gestellt werden.

   
© 2015/2016 - Berufsfeuerwehr Wien