FAQ - L

 

Lagerfeuer

Das Abbrennen von (biogenen) Materialen im Rahmen einer Brauchtumsveranstaltung ist durch den § 3 Abs. 1 und 3 BLRG grundsätzlich untersagt. Aufgrund einer Verordnung durch den Wiener Landeshauptmann (Wiener Brauchtumsfeuer-Verordnung 2012) wurden folgende Ausnahmeregelungen erlassen:

Osterfeuer: Das Abbrennen des Feuers ist vom Karsamstag bis Ostersonntag einmalig zulässig;

Feuer zur Sommersonnenwende: Das Abbrennen des Feuers ist vom Samstag, der dem 21. Juni vorangeht, bis Sonntag, der dem 21. Juni folgt, einmalig zulässig 

- sonstige Feuer im Rahmen von in Wien anerkannten Brauchtumsveranstaltungen, wenn sie auf eine langjährige, gelebte Tradition mit Brauchtumshintergrund zurück gehen.

Brauchtumsfeuer dürfen ausschließlich mit trockenem, unbehandeltem Holz beschickt werden!

  • Die Entfachung eines Feuers (ausgenommen Grillfeuer) muss mindestens 48 Stunden vorher der Nachrichtenzentrale der Feuerwehr der Stadt Wien unter Angabe des genauen Ortes sowie des Datums und der Uhrzeit gemeldet werden. Diese Meldepflicht besteht unbeschadet einer bestehenden Bewilligung. Bei Vorliegen eines Bescheides ist dieser ebenfalls in Kopie an die Nachrichtenzentrale zu übermitteln.
  • Das Feuer muss von einer sicheren Entfernung von Baulichkeiten und brennbaren Lagerungen angelegt werden, zu den genannten Objekten ist ein Mindestabstand von 5m einzuhalten.
  • Das Feuer muss von einer erwachsenen, hierzu befähigten Person, ständig überwacht werden.
  • Das Anlegen und Abbrennen des Feuers bei starkem Wind ist verboten. Bei Auftreten eines die Umgebung gefährdenden Funkenfluges ist das Feuer sofort zu löschen.
  • Die Verwendung brennbarer Flüssigkeiten zum Anfachen des Feuers ist verboten.
  • Die Menge des Brandgutes darf höchstens 0,5m3 betragen. Größere Volumina dürfen in einem nicht verbrannt werden.
  • Zur ersten Löschhilfe sind geeignete und ausreichende Löschmittel bei der Brandstelle vorzuhalten. (dies ist zumindest durch einen mit 10 Liter Wasser gefüllter Eimer oder ein für die Brandklasse A geeigneter Handfeuerlöscher ebensolchen Füllvolumens gewährleistet).
  • Belästigungen und Beeinträchtigungen von Anrainern durch Rauch und/oder üble Gerüche ist - soweit möglich - zu vermeiden. Geringfügige Geruchs- oder Rauchentwicklung ist nicht als Beeinträchtigung oder Belästigung im Sinne des Bundesgesetzes zu sehen (§2 (2)). Andernfalls ist das Feuer umgehend zu löschen.
  • Nach Beendigung des Abbrennens sind alle glimmenden Reste verlässlich abzulöschen.
  • Im Hinblick auf das Verbrennen von Gartenabfällen beachten Sie bitte den Link Gartenabfälle, Verbrennen von...
  • Grillen auf genehmigten Grillplätzen oder auf Eigengrund sind erlaubt. Siehe hierzu Grillen

Lagerungen                                       

Lagerungen in Betriebsanlagen sind im Rahmen der Betriebsanlagengenehmigung genehmigungspflichtig.

Lagerungen in Wohnhäusern unterliegen in erster Linie den Bestimmungen des Wr. Feuerpolizeigesetzes.

Im Einzelnen finden Sie auf dieser Website Hinweise zu Lagerungen in Dachböden (Dachböden, Lagerungen in....), Lagerungen in Kellern (Keller: Lagerungen im.....), Lagerungen in Garagen (Garagen, Verwendung, Beilagerungen in.... ), und Lagerungen in Stiegenhäusern (Stiegenhäuser: Abstellen von Gegenständen).

Lagerungen im Freien sind - sofern nicht gewerblich oder einer sonstigen anderen Rechtsmaterie unterliegen - in der Wr. Feuerpolizeiverordnung geregelt. Hier heißt es in § 8:

§ 8. (1) Die Lagerung von zündschlagfähigen und stichflammenbildenden Stoffen sowie von leicht entzündbarem, losem Schüttgut im Freien gilt als brandgefährliche Lagerung gefahrbringenden Ausmaßes und ist nur mit behördlicher Bewilligung gemäß § 4 Abs. 6 des Wiener Feuerpolizei- und Luftreinhaltegesetzes zulässig.
(2) Brandgefährliche Gegenstände, insbesondere selbstentzündliche, zündschlagfähige und leicht entflamm- bzw. entzündbare Stoffe, dürfen in der Nähe von brandgefährlichen Anlagen, von Arbeitsplätzen, an enen offenes Feuer verwendet wird, sowie von Fenstern und Ausgängen von Gebäuden nicht gelagert werden.
(3) In unmittelbarer Nähe der Lagerung von leicht entzündbaren Stoffen sind das Rauchen und die Verwendung von offenem Feuer oder Licht verboten.
Bei "unsachgemäßen" Lagerungen im Freien können aber auch Bestimmungen der Reinhalteverordnung und Umweltschutz-Strafbestimmungen schlagend werden.

Für den Vollzug der Feuerpolizeigesetzgebung und weitere Auskünfte ist die Wr. Feuerpolizei - siehe Feuerwehr - Feuerpolizei - zuständig. 

Lagerungen in Verkehrs- und Fluchtwegen

- Mittelbar aus den Bestimmungen der Bauordnung für Wien i.d.g.F., 
die die Brennbarkeit (oder Nichtbrennbarkeit) von immobilen Brandlasten in Treppenhäusern und Fluchtbereichen regelt, 
- unmittelbar durch das Wr. Feuerpolizeigesetz, und - 
- wenn Arbeitsplätze vorhanden sind - durch die Arbeitsstättenverordnung 
ist das Einbauen, Abstellen, Lagern oder Verwahren von 
- (leicht) brennbaren, 
- zündschlagfähigen Stoffen, 
- von brennbaren Flüssigkeiten 
- und Gasen, 
- von großen Brandlasten jedweder Art (dazu gehören Müllcontainer) 
- und von Gegenständen, die leicht umstürzen können, 
- Stolpergefahren darstellen 
- oder den Fluchtweg einengen, 
verboten.

Lagerungen in Garagen

Siehe Garagen, Verwendung, Beilagerungen in.... 

Lobbies

Siehe Ausgänge durch Lobbies 

Löschwasserversorgung

Je nach vorhandenen Brandlasten muss für die Brandbekämpfung ein bestimmter Löschwasservorrat, der mit einer bestimmten Löschwasserleistung aufgebracht werden kann, zur Verfügung stehen.
Die Ermittlung des Löschwasserbedarfs kann erforderlichenfalls durch Berechnung gemäß TRVB F 137 erfolgen, hinsichtlich der Gestaltung von Löschwasserentnahmestellen gibt.z.B. die ÖBFV-RL VB-01 Auskunft.
Für eine Grundnutzung gibt es in Wien eine Löschwasserversorgung über öffentliche Hydranten.
Für die Planung von Brandschutzanlagen erteilen die Wiener Wasserwerke (MA 31) schriftliche Auskünfte über die Versorgungssituation der öffentlichen Wasserversorgung.Die Anfrage muss schriftlich erfolgen und ist kostenpflichtig.
Folgende Auskünfte werden auf Wunsch erteilt:

  • Bekanntgabe des vorherrschenden Ruhedruckes sowie Fließdruckes an der Abgabestelle
  • Bekanntgabe der aus den umliegenden öffentlichen Feuerhydranten zu erwartenden Löschwassermengen bei gleichzeitiger Entnahme
  • Bekanntgabe der Lage der umliegenden für den Brandfall benötigten öffentlichen Feuerhydranten

Lüften im Brandfall

Die Rauchkontrolle in Gebäuden im Brandfall ist einerseits ein sehr diffizieles Thema, das erst in den letzten Jahren technisch einigermaßen sicher beherrscht werden kann, andererseits können entsprechende Maßnahmen sehr viel zur Sicherheit von Personen und zum Sachwertschutz beitragen.

Die Rauchfreihaltung von Fluchtwegen:

Hierzu dienen Fluchtweg- und Stiegenhauslüftungsmaßnahmen, die Überdruckbelüftung von Stiegenhäusern und gleichwertige Maßnahmen.
Maßnahmen dieser Art müssen bei Brandfällen jedenfalls in Betrieb genommen werden. Sie dienen in erster Linie der Sicherheit von Personen und haben üblicherweise keinerlei Einfluss auf das Brandgeschehen selber.
Sie können also bedenkenlos die Auslösetaster von Stiegenhausentrauchungseinrichtungen drücken oder Stiegenhausfenster öffnen, und sie sollten dies in einem Brandfall auch tun.

   
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