FAQ - H

 

Haustüren, Versperren von....

Oft erreichen uns Anfragen, ob es zulässig ist, Wohnhaus-Eingangstüren abzusperren.
Abgeleitet aus den Bestimmungen der Bauordnung für Wien und des Wiener Feuerpolizeigesetzes ist es absolut unzulässig, die Ausgangstüren von Wohnhausanlagen so abzusperren, dass zum Öffnen auch von Innen ein Sperrvorgang notwenig wäre.
Stellen Sie sich vor, sie flüchten vor einem Feuer in Ihrer Wohnung und kommen dann im Stiegenhaus zu Schaden, weil Sie das Haus ohne Haustürschlüssel, den Sie in Ihrer Not nicht gesucht und mitgenommen haben, nicht ins sichere Freie verlassen können.
Bei Überlegungen zu solchen betrieblichen Änderungsmaßnahmen müssen generell auch Sicherheitsaspekte abgewogen werden. Siehe dazu auch unsere Anmerkungen zu Konsensfragen aus brandschutztechnischer Sicht

Aus Angst vor Einbrüchen werden oft auch andere Maßnahmen überlegt, z.B., das Postschloss an der Sprechanlage ersatzlos zu entfernen.
Dieses Postschloss stellt - aus der Geschichte erwachsen - die standardisierte Zugangsmöglichkeit für Rettungs- und Hilfskräfte dar, wird aber mittlerweile leider auch oft eben von Einbrechern und Dieben verwendet, um sich Zugang zu schaffen.
Spezielle Regelungen, dass es einen Zugang geben muss, gab es bislang nicht und kann es aus der Bauordnung heraus auch nur für Neubauten geben. Für Neubauten gibt es aber explizite Vorgangsweisen, z.B. den Haustor- und Aufzugstriebwerksschlüssel für den dementsprechenden Notdienst in einem Schlüsselkasten bei der Hauseingangstüre bereit zu halten. Auch dieser wäre für die Feuerwehr erreichbar, aber auch hier gibt es die Gefahr des Missbrauchs.
Für den Altbestand ohne Aufzüge gibt es hingegen keine Regelungen; das Postschloss war sozusagen die aus der normativen Kraft des Faktischen erwachsene Lösung. Wenn dieses bei solchen Bauten entfällt, gäbe es für Hilfs- und Rettungsdienste keine rasche Zugangsmöglichkeit mehr. Wir ersuchen daher doch dringend, einen Haustorschlüssel in einem Schlüsselkasten vgl. den für die Aufzugsdienste bereit zu halten trotz der Möglichkeit eines Missbrauchs.
Andererseits - und das können wir Ihnen aus unserer Tätigkeit versichern: Jedes Schloss lässt sich knacken. Und Profi-Einbrecher haben dazu sicher bessere Mittel als wir.

Hydranten                                                        

Siehe Löschwasserversorgung.

Außer zur Brandbekämpfung ist das einem Hydranten entnommene Wasser mit der MA 31 zu verrechnen.

   
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