FAQ - F

 

Fahrräder, Abstellen von.....

In Wien gibt es häufig Auseinandersetzungen über das Abstellen von Fahrrädern in Wohnhausanlagen. Deswegen darf die Berufsfeuerwehr Wien an dieser Stelle ihre brandschutztechnische Meinung dazu äüßern:

  • Das Abstellen in Gängen oder Stiegenhäusern ist jedenfalls unzulässig. Fahrräder dürfen im Bereich von Fluchtwegen nicht abgestellt werden, weil sie dort eine Stolpergefahr darstellen und überdies die Fluchtwege einengen würden.
  • Auf Dachböden sollte generell nichts gelagert werden; gegen das Abstellen in Kellerabteilen spricht aus brandschutztechnischer Sicht nichts und letztendlich gibt es ja oft auch entsprechende Fahrradabstellräume.
  • Sofern keine Zugänge oder Zufahrten behindert werden, spricht aus brandschutztechnischer Sicht auch nichts gegen das Abstellen von Fahrrädern in Höfen. Fahrräder repräsentieren keine gefährliche Brandlast wie z.B. Kraftfahrzeuge, bei denen die Zulässigkeit des Abstellens in Höfen im Einzelfall überprüft werden müßte.

Feuerlöscher, tragbar

Aufgrund Ihrer beschränkten Ressourcen sind Feuerwehr und Behörde sicher nicht in der Lage, jeder Anfrage nach der Notwendigkeit, Art und Anzahl von Feuerlöschern zu entsprechen.

Art und erforderliche Anzahl der erfoderlichen Löscher sind in der TRVB 124 F - Erste und Erweiterte Löschhilfe - geregelt, die im Webshop des ÖBFV erhältlich ist. 
Nach der TRVB O 117 ausgebildete Brandschutzbeauftragte sollten die entsprechenden Maßgaben im Zug ihrer Ausbildung gelernt haben.

Die Löscher müssen alle zwei Jahre durch einen fachkundigen Löscherwart geprüft werden (Pickerl). Beziehen Sie dies bitte in Ihre Anschaffungsüberlegungen mit ein. Fachkundige finden Sie z.B. unter https://shop.austrian-standards.at

Und außerdem muss eine entsprechende Personenanzahl in Ihrem Betrieb in der Handhabung der Löschgeräte unterwiesen sein. Beziehen Sie auch das in Ihre Anschaffungsüberlegungen mit ein.
Und wie steht´s zu Hause, in ihrem Wohnhaus? Wollen Sie Ihre Familie und Ihre Mitbewohner nicht auch an diesem Wissen teil haben lassen? Zu Ihrer aller Sicherheit?

Feuerlöscher, Einschulung in der Handhabung.....

Die Feuerwehr der Stadt Wien sieht sich aus Kapazitätsgründen nicht in der Lage, Einschulungen an Geräten der Ersten und Erweiterten Löschhilfe durchzuführen.

Wenden Sie sich bitte Hierzu an den Lieferanten oder das Prüforgan für Ihre Löscher (siehe Feuerlöscher ) oder an eine Ausbildungsinstitution (siehe Brandschutzpersonal) oder an "Die Helfer Wiens" - http://www.diehelferwiens.at/ anbietet.
Beachten Sie aber bitte, dass gemäß AstV eine jährliche Unterweisung von ArbeitnehmerInnen notwendig ist und Sie für einen Betrieb gegebenenfalls einen Nachweis über eine solche Unterweisung benötigen.

Feuerwehr, Aufgaben der ...

Im Wiener Feuerwehrgesetz, § 1, Abs. 2 ist festgehalten:
Die öffentlichen Feuerwehren sind Einrichtungen der Stadt Wien. Sie haben Gefahren abzuwenden, die dem Einzelnen oder der Allgemeinheit bei Bränden oder anderen öffentlichen Notständen drohen.
Wie - wahrscheinlich weltweit - alle anderen Feuerwehrangehörigen sehen wir unsere Aufgabe aus dem täglichen Erleben doch erweitert:
"Die Feuerwehren retten, bergen, löschen, schützen und beraten",
weil Vorbeugen besser ist, als die beste Gefahrenabwehrorganisation es je sein kann.

Verstehen Sie aber bitte, dass unsere Ressourcen beschränkt und auf das Einsatzwesen hin ausgelegt sind. Wir können leider nicht mit jedem Betrieb üben, jedem besorgten Bürger umfassend zur Seite stehen.Fast 600 Bedienstete versehen Tag für Tag im auf 24 Feuerwachen, im AKH und im Rathaus Bereitschafts- und Einsatzdienst und erledigen jährlich mehr als 32.000 Einsätze -zusätzlich zu allen Verwaltungs- und Systemerhaltungstätigkeiten. In 23 Wiener Gemeindebezirken wird gebaut, Gebautes verändert, und viele Behörden holen in ihrem Aufsichtsbereich das Spezial-Sachverständigenwissen der Magistratsabteilung 68 ein, sodass wiederum Ressourcen gebunden werden.

Um hier eine raschere Abwicklung zu gewährleisten, haben wir diese Homepage eingerichtet, die Ihnen einerseits viele Fragen beantworten sollte, andererseits aber auch dazu dient, Fragen stellen oder Besprechungstermine über den Vorbeugenden Brandschutz (Kontakt Büro für vorbeugenden Brandschutz) vereinbaren zu können.

Falls Sie Fragen zur Organisation der Feuerwehr haben, besuchen Sie bitte die Site https://www.wien.gv.at/menschen/sicherheit/feuerwehr/.

Feuerwehr - Feuerpolizei

Oft erreichen uns Mitteilungen besorgter Menschen über brandgefährliche Sachverhalte - feuergefährliche Lagerungen, Verstellungen des Stiegenhauses, vollgeräumte Dachböden, Keller und Höfe oder das Verbrennen von qualmenden und stinkenden Abfällen.

Es gibt eine Behörde, die für die Regelung dieser Sachverhalte und auch für die Ahndung entsprechender Vergehen zuständig ist, nämlich die Magistratsabteilung 36, Technische Gewerbeangelegenheiten, behördliche Elektro- und Gasangelegenheiten, Feuerpolizei und Veranstaltungswesen, Dresdnerstraße 75, A-1200 Wien (Kontaktseite Behörden).
Zwar freuen wir uns, wenn Sie uns die Kompetenz zutrauen, auch solche Probleme verwaltungsrechtlich lösen zu können, aber tatsächlich bleibt uns im Fall entsprechender Mitteilungen nur übrig, sie an eben diese Behörde weiter zu leiten. Dies bedeutet in der Regel einen gewissen Zeitverlust.

Feuerwehrzufahrten

Wie kann ich wissen, ob es zu meinem Haus Feuerwehrzufahrten gibt?
An sich läßt sich das nur aus den Genehmigungsbescheiden für ein Objekt herauslesen.
Angesichts der Forderung der Wr. Bauordnung nach einem "zweiten Rettungsweg" für jegliche Wohn- oder Betriebseinheit können Sie davon ausgehen, dass in Objekten, in denen es nur ein einziges Stiegenhaus gibt, in der Regel die Erreichbarkeit des Objektes mit Leitern erforderlich ist.
So gehen wir davon aus, dass im innerstädtischen Bereich zumindest die straßenseitige Anleiterbarkeit von Fenstern unabdingbar ist, und unsere Einsatzerfahrungen bestätigen dies auch. Beachten Sie dies bitte bei allen Vorhaben zur Fassadengestaltung, Vorgartenbegrünung, etc.
Bei Hofumgestaltungen, Bepflanzungen, Veränderungen von Einfahrten etc. prüfen Sie bitte genau, ob der zur Umgestaltung ins Auge gefasste Bereich nicht eine Feuerwehrzufahrt oder ein Feuerwehrzugang ist.

Generell gilt die TRVB F 134, Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken. Allfällige Abweichungen sind mit dem Büro für Vorbeugenden Brandschutz zu klären.

Darf man auf Feuerwehrzufahrten parken?
Nein!

Kann die Polizei Strafmandate für das Verparken von Feuerwehrzufahrten ausstellen?
Allenfalls für die Bereiche der Zufahrten, Aufstellungs- und Bewegungsflächen, die auf öffentlichem Grund liegen.

Feuerwerk und Wunschlaternen

Feuerwerkskörper und Wunschballons haben eines gemeinsam:

Sie werden zwar verkauft, dürften aber an sich allenfalls im eigenen Wirkungsbereich - also nur in der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Grundstück verwendet werden.

Bei alljährlichen allgemeinen Silvesterfeuerwerk entstehen zwar viele Brände, großer Sach- und manchmal sogar Personenschaden, aber dieser "Volksbrauch" lässt sich wahrscheinlich nicht so leicht abstellen. Obwohl:
Wenn etwas passiert, haftet der Verwender des Feuerwerkskörpers vollständig straf- und zivilrechtlich. Die Inverkehrbringer - also Importeure und Händler -. weisen darauf auf ihren Verpackungen hin, genau so, wie auf die zulässige und richtige Verwendung.

Ähnlich scheint der Fall bei "Glücksballons", auch "Wunschballons" oder "Himmelslaternen" genannt, gelagert. Aber es gibt wesentliche Unterschiede:
Während ein Feuerwerkskörper üblicherweise entweder in unmittelbarer Nähe des Verwenders explodiert oder als Rakete am Himmel verlischt, und um Silvester Schnee liegt oder zumindest die Vegetation feucht ist und alle Fenster verschlossen sind, werden die Wunschballons meist im Sommer gestartet, wenn die Felder strohtrocken sind. Die Ballons fliegen etwa 20 min lang, steigen bis zu 200 m hoch, und könnten bei entsprechendem Wind auch große Strecken überwinden, sodass ein am Bisamberg gestarteter Ballon dann in der Raffinerie Schwechat landet.
Das Szenario möchten wir nicht weiterspinnen - aber "schuldig" ist nach der derzeitigen Rechtslage wohl der Verwender. Er wurde ja vom Verkäufer - verschämt kleingedruckt - darauf aufmerksam gemacht, dass der Gebrauch der Ballons verboten oder gesetzlichen Bestimmungen unterworfen sein kann.

In Deutschland kam im Jahr 2008 ein kleines Mädchen zu Tode, das aus einem von einer "Wunschlaterne" in Brand gesetzten Haus nicht mehr flüchten konnte.


Lassen Sie die Hände von solchen unglückseligen Spielzeugen, Feuerwerkskörpern und Wunschlaternen!

P.S.: Entgegen mancherorts vertretener Meinungen ist das Bundesamt für Zivilluftfahrt nicht die Genehmigungsbehörde für Wunschlaternenstarts.

Feuerwerk, Anmeldung von.....

Zuständige Stelle beim Magistrat ist die MA 36 - Veranstaltungswesen (siehe Kontaktseite Behörden)

   
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